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Cashflow-Rechner

Cashflow deiner Immobilie in 30 Sekunden berechnen

Trag deine Zahlen ein – der Rechner zeigt dir sofort, ob dein Objekt sich jeden Monat trägt oder Zuschuss kostet.

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10 %
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2 %
€/Mon
€/Mon

Dein monatlicher Cashflow (vor Steuer)

-209 €

monatlicher Zuschuss aus eigener Tasche

Rate / Monat
1.039 €
Darlehenssumme
215.000 €
Kaltmiete / Monat
950 €
Kosten / Monat
− 120 €
Finanzierungsrate / Monat
− 1.039 €

Cashflow vor Steuer. Die Tilgung ist enthalten – sie fließt ab, baut aber dein Vermögen auf. AfA-Steuervorteile sind hier nicht berücksichtigt.

Immobilien-Wissen
Liquidität

Cashflow bei Immobilien berechnen: positiv oder negativ?

Der Cashflow ist der monatliche Überschuss oder Fehlbetrag, der nach Abzug aller Kosten von den Mieteinnahmen übrig bleibt – die wichtigste Kennzahl dafür, ob sich eine Immobilie selbst trägt.

Auf dieser Seite erfährst du, wie du den Cashflow berechnest, worin sich Cashflow vor und nach Steuern unterscheiden, wie die Abschreibung ihn hebt – und welche Fehler die meisten Einsteiger machen.

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Steffen Schlutt
Dein Immobilien-Vermögensarchitekt
Definition

Was bedeutet Cashflow bei Immobilien?

Der Cashflow ergibt sich aus den Mieteinnahmen abzüglich aller laufenden Kosten. Die Formel ist einfach:

Cashflow = Mieteinnahmen − laufende Kosten

Zu den laufenden Kosten gehören mehr Posten, als viele denken:

  • Kreditrate (Zins und Tilgung)
  • nicht umlagefähige Nebenkosten
  • Verwaltungskosten
  • Instandhaltung und Rücklagen
  • Leerstands- und Mietausfallrisiko

Bleibt nach Abzug all dieser Kosten Geld übrig, spricht man von positivem Cashflow. Reicht die Miete nicht, ist er negativ.

Cashflow bei Immobilien berechnen mit Steffen Schlutt
Rechenbeispiel

Cashflow berechnen – ein Beispiel

Nehmen wir eine vermietete Wohnung mit einer Kaltmiete von 1.100 € im Monat:

Kaltmiete+ 1.100 €
Kreditrate (Zins + Tilgung)− 850 €
nicht umlagefähige Kosten− 120 €
Instandhaltungsrücklage− 80 €
Cashflow vor Steuern+ 50 € / Monat

Die Wohnung trägt sich also knapp selbst und erzeugt einen kleinen Überschuss von 50 € im Monat. Doch das ist nur die halbe Wahrheit – denn die Steuer ist hier noch gar nicht berücksichtigt.

Positiv vs. negativ

Positiver und negativer Cashflow

Positiver Cashflow: Die Mieteinnahmen decken alle Kosten und erzeugen zusätzlich einen Überschuss. Die Immobilie verbessert deine monatliche Liquidität.

Negativer Cashflow: Die Kosten übersteigen die Miete, du schießt monatlich Geld zu. Das ist nicht automatisch schlecht – aber es muss zu deiner finanziellen Situation passen.

Viele erfahrene Investoren akzeptieren einen leicht negativen Cashflow bewusst, wenn Tilgung, Steuervorteile und Wertentwicklung zusammen einen hohen Vermögenszuwachs ergeben. Ein kleiner monatlicher Eigenanteil kann sich lohnen, wenn die Immobilie über die Jahre ein Vielfaches davon aufbaut. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung – nicht die einzelne Monatszahl.

Der Steuer-Hebel

Cashflow vor und nach Steuern – der entscheidende Unterschied

Die meisten rechnen nur den Cashflow vor Steuern. Der eigentliche Hebel liegt aber danach. Der Grund ist die Abschreibung (AfA): Sie ist ein steuerlicher Aufwand, dem kein echter Geldabfluss gegenübersteht. Zusammen mit den Schuldzinsen mindert sie dein zu versteuerndes Einkommen.

Zurück zum Beispiel. Von der Rate (850 €) sind nur die Zinsen steuerlich absetzbar, nicht die Tilgung – sagen wir 450 € Zins. Dazu kommt die AfA als steuerlicher Aufwand:

Kaltmiete+ 1.100 €
Schuldzinsen− 450 €
nicht umlagefähige Kosten− 120 €
Abschreibung (AfA)− 600 €
steuerliches Ergebnis− 70 € / Monat

Steuerlich entsteht ein Verlust von 70 € im Monat – obwohl real ein Überschuss auf dem Konto bleibt. Dieser Verlust senkt deine Steuerlast. Bei einem hohen persönlichen Steuersatz führt das zu einer Erstattung, die den Cashflow nach Steuern spürbar anhebt. So trägt das Finanzamt einen Teil deiner Rate mit.

Wie stark dieser Effekt ist, hängt an der Höhe der Abschreibung – und die wiederum daran, welcher Anteil des Kaufpreises auf das Gebäude entfällt. Genau das ermittelst du mit dem Kaufpreisaufteilungs-Rechner. Über die Sonder-AfA, die Denkmal-AfA oder eine kürzere Restnutzungsdauer per Gutachten lässt sich die AfA deutlich erhöhen – und damit der Cashflow nach Steuern. Die Grundlagen dazu findest du unter AfA bei Immobilien.

Vorsicht

Die häufigsten Fehler bei der Cashflow-Berechnung

Nur Kaltmiete minus Rate rechnen

Der Klassiker: Wer nur die grobe Differenz nimmt, ignoriert Rücklagen, Verwaltung und nicht umlagefähige Kosten – und hält ein Minus-Objekt für ein Plus-Objekt.

Instandhaltung vergessen

Dach, Heizung, Fassade: Irgendwann kommt die große Rechnung. Ohne monatliche Rücklage sieht der Cashflow auf dem Papier besser aus, als er ist.

Leerstand ausblenden

Kein Objekt ist zu 100 % durchvermietet. Ein realistischer Puffer für Mietausfall und Neuvermietung gehört in jede Rechnung.

Steuer komplett ignorieren

Der Cashflow nach Steuern kann völlig anders aussehen als vor Steuern – mal schlechter, mit der richtigen Abschreibung aber oft deutlich besser.

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Cashflow vor Steuern+ 50 €
Optional: mit Steuerwirkung
Cashflow nach Steuern+ 79 €

Vereinfachte Beispielrechnung, keine Steuerberatung. Für die volle Berechnung inkl. Tilgungsverlauf und Vermögenszuwachs: zum ausführlichen Cashflow-Rechner →

Einordnung

Warum Cashflow wichtig ist – aber nicht alles

Der Cashflow zeigt, wie sich eine Immobilie auf deine monatliche Liquidität auswirkt. Er hilft dir, finanzielle Belastungen einzuschätzen, Objekte zu vergleichen, Risiken zu erkennen und langfristig zu planen. Gerade für Einsteiger ist er eine wichtige Orientierung.

Trotzdem ist der Cashflow nicht der einzige Maßstab. Eine Immobilie kann einen geringen Cashflow haben und trotzdem ein sehr gutes Investment sein – weil weitere Faktoren zusammenspielen:

  • Tilgungswirkung (der Mieter zahlt deinen Kredit)
  • steuerliche Effekte
  • Wertentwicklung
  • Finanzierungsstruktur
  • langfristiger Vermögensaufbau

Im STEIN-SPAR-BUCH-System wird deshalb nicht nur der monatliche Cashflow betrachtet, sondern der gesamte Vermögenszuwachs – nach dem Prinzip V ≥ 1,5E: Der langfristige Vermögenszuwachs einer Immobilie sollte deutlich größer sein als dein monatlicher Eigenanteil. Wie das im Detail funktioniert, zeigt die Schlutt-Formel.

FAQ

Häufige Fragen zum Cashflow bei Immobilien

Was ist Cashflow bei Immobilien?

Der Cashflow ist der monatliche Überschuss oder Fehlbetrag, der nach Abzug aller laufenden Kosten von den Mieteinnahmen übrig bleibt. Er zeigt, ob eine Immobilie deine Liquidität Monat für Monat verbessert oder belastet.

Wie berechnet man den Cashflow?

Cashflow = Mieteinnahmen − laufende Kosten (Kreditrate, nicht umlagefähige Nebenkosten, Verwaltung, Instandhaltungsrücklage, Leerstandsrisiko). Beispiel: 1.100 € Kaltmiete − 850 € Rate − 120 € Nebenkosten − 80 € Rücklage = 50 € Cashflow pro Monat. Bleibt unterm Strich Geld übrig, ist der Cashflow positiv.

Was bedeutet positiver bzw. negativer Cashflow?

Positiver Cashflow bedeutet, die Mieteinnahmen decken alle Kosten und erzeugen einen Überschuss. Negativer Cashflow bedeutet, die Kosten sind höher als die Miete und du musst monatlich Geld zuschießen.

Ist ein positiver Cashflow zwingend notwendig?

Nicht immer. Viele Investoren akzeptieren kurzfristig einen leicht negativen Cashflow, wenn Tilgung, Steuervorteile und Wertentwicklung zusammen einen hohen Vermögenszuwachs ergeben. Entscheidend ist die Gesamtbetrachtung, nicht die einzelne Zahl.

Was ist der Unterschied zwischen Cashflow vor und nach Steuern?

Der Cashflow vor Steuern ist die reine Liquiditätsrechnung aus Miete minus Kosten. Beim Cashflow nach Steuern kommt der Steuereffekt dazu: Abschreibung (AfA) und Schuldzinsen mindern das zu versteuernde Einkommen und können zu einer Steuererstattung führen, die den Cashflow deutlich verbessert.

Wie verbessert die AfA den Cashflow?

Die Abschreibung – regulär 2 Prozent des Gebäudewerts pro Jahr, 3 Prozent bei Neubau ab 2023 – ist ein steuerlicher Aufwand ohne echten Geldabfluss und senkt das zu versteuernde Ergebnis. Bei erhöhten Abschreibungen – etwa Sonder-AfA, Denkmal-AfA oder einer kürzeren Restnutzungsdauer per Gutachten – kann daraus ein steuerlicher Verlust werden, sodass das Finanzamt einen Teil deiner Rate mitträgt.

Welche Kosten werden beim Cashflow oft vergessen?

Häufig unter den Tisch fallen die Instandhaltungsrücklage, das Leerstands- und Mietausfallrisiko, Verwaltungskosten und die nicht umlagefähigen Nebenkosten. Wer nur Kaltmiete minus Kreditrate rechnet, überschätzt den Cashflow deutlich.

Das Wichtigste in Kürze

Zusammenfassung

Der Cashflow zeigt, ob eine Immobilie monatlich Geld erwirtschaftet oder kostet. Positiver Cashflow verbessert deine Liquidität, negativer belastet sie – kann aber sinnvoll sein, wenn Tilgung, Steuer und Wertentwicklung stimmen. Den größten Unterschied macht oft der Blick auf den Cashflow nach Steuern: Über die Abschreibung trägt das Finanzamt häufig einen Teil der Rate mit.

Weiterführende Themen

Steffen Schlutt ist Bankkaufmann, Immobilieninvestor seit 2004 und Autor des Amazon-Bestsellers „Das Stein-Spar-Buch“. Mehr über ihn auf der Seite über den Autor.

Hinweis: Alle Zahlen sind vereinfachte Beispiele zur Veranschaulichung und stellen keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung dar. Ob und in welcher Höhe Abschreibungen und Werbungskosten möglich sind, hängt vom Einzelfall ab und gehört in die Hände deines Steuerberaters.
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