Rendite & Kennzahlen
Gute Mietrendite: Welche Rendite ist wirklich gut – und ab wann wird's gefährlich?
„Gut“ ist bei der Mietrendite keine feste Zahl, sondern hängt von Lage, Baujahr und Risiko ab. Grob gilt: Eine Brutto-Mietrendite ab rund 5 % ist solide, in Top-Lagen sind 3–4 % normal, in B- und C-Lagen auch mehr. Entscheidend ist aber die Netto-Rendite nach Kosten – und ob das Objekt nach Finanzierung noch trägt.
Als gelernter Banker sage ich dir ehrlich: Die Rendite-Zahl allein ist der häufigste Anfängerfehler. Eine 7-%-Rendite in der falschen Lage kann dich mehr kosten als eine 3,5-%-Rendite in einer wachsenden Stadt.
Jetzt Klarheits-Call sichern!Nur 8 Plätze pro Monat verfügbar.Der Blick des Vermögensarchitekten
Die Rendite ist ein Startwert, kein Urteil
Rechne deine konkrete Rendite zuerst sauber aus – mit dem Mietrendite-Rechner – und bewerte sie dann im Kontext dieser Seite.
Richtwerte
Welche Mietrendite ist nach Lage „gut“?
Die folgenden Spannen sind grobe Marktorientierungen für die Brutto-Mietrendite (Jahreskaltmiete ÷ Kaufpreis). Die Netto-Rendite liegt je nach Kosten rund 1–2 Prozentpunkte darunter.
| Lage | Brutto-Mietrendite (Richtwert) | Charakter |
|---|---|---|
| A-Städte (München, Hamburg, Berlin) | ~2,5–3,5 % | niedrige Rendite, höhere Wertsteigerungserwartung |
| B-Städte (regionale Zentren) | ~4–5 % | ausgewogenes Verhältnis Rendite/Wertzuwachs |
| C-Lagen / ländlich | ~5–7 %+ | höhere Rendite, höheres Vermietungs-/Wertrisiko |
Grobe Orientierung, keine Marktprognose. Baujahr, Zustand, Mietpreisniveau und Sanierungsstand verschieben die Spannen deutlich.

Einordnung
Was eine „gute“ Rendite wirklich ausmacht
- Netto statt Brutto: Erst nach Kaufnebenkosten und nicht umlagefähigen Kosten zeigt sich, was übrig bleibt.
- Cashflow nach Finanzierung: Trägt die Miete Zins und Tilgung – oder musst du monatlich zuschießen? Das klärt der Cashflow.
- Steuereffekt: Gerade im Spitzensteuersatz hebt die Abschreibung die effektive Rendite spürbar an.
- Wertentwicklung: Eine niedrigere laufende Rendite in wachsender Lage schlägt oft die hohe Rendite im schrumpfenden Markt.
Vorsicht
Wann eine hohe Rendite ein Warnsignal ist
Sehr hohe Mietrenditen sind selten ein Geschenk, sondern meist ein Preis für Risiko: schwache Lage mit Abwanderung, Leerstandsgefahr, Sanierungsstau oder schwer vermietbare Objekte. Die Rendite auf dem Papier nützt nichts, wenn die Miete ausfällt oder die nächste Instandhaltung den Gewinn auffrisst. Prüfe deshalb immer Lage, Mieterstruktur und Zustand – nicht nur die Zahl.
Auf einen Blick
Das Wichtigste in Kürze
- „Gut“ ist keine feste Zahl – Brutto ab ~5 % gilt als solide, in A-Städten sind 3–4 % normal.
- Die Netto-Mietrendite nach Kosten ist der ehrlichere Maßstab.
- Hohe Rendite = oft höheres Risiko; niedrige Rendite = oft mehr Wertsteigerung.
- Der wahre Prüfmaßstab ist der Vermögenszuwachs nach der Schlutt-Formel V₁₀ ≥ 1,5 · E, nicht die Rendite-Zahl allein.
FAQ
Häufige Fragen zur Mietrendite
Was ist eine gute Mietrendite?
Wie unterscheiden sich Brutto- und Netto-Mietrendite?
Welche Mietrendite ist in A-Städten realistisch?
Ab welcher Rendite lohnt sich eine Kapitalanlage?
Ist eine hohe Mietrendite immer gut?
Strategiegespräch
Ist die Rendite deines Objekts wirklich gut – oder nur hoch?
Ob sich eine Immobilie lohnt, entscheidet das Zusammenspiel aus Rendite, Finanzierung, Steuer und Lage. Genau das rechnen wir im Strategiegespräch an deinem konkreten Fall durch – ehrlich und nach der Schlutt-Formel.
Jetzt Klarheits-Call sichern!Nur 8 Plätze pro Monat verfügbar.