Teilverkauf einer Immobilie: Vorteile, Kosten & Alternativen
Kurz gesagt: Beim Teilverkauf machst du einen Teil deiner Immobilie – meist bis 50 Prozent – zu Geld und wohnst weiter darin, zahlst dafür aber ein Nutzungsentgelt. Das klingt bequem, ist aber oft teurer als gedacht. Hier bekommst du die ehrliche Rechnung – inklusive der günstigeren Alternativen.
Als Investor schaue ich bei solchen Modellen zuerst auf die Gesamtkosten über die Jahre. Genau das solltest du auch tun, bevor du unterschreibst.
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„Der Teilverkauf wird als sorgenfreie Lösung beworben: Geld jetzt, wohnen bleiben. Was selten laut gesagt wird: Du zahlst über Jahre ein Nutzungsentgelt, trägst die Instandhaltung weiter und gibst beim späteren Verkauf oft noch ein Durchführungsentgelt ab. Rechne das zu Ende, bevor du unterschreibst.“
Der Teilverkauf kann in der richtigen Situation passen – aber nur, wenn er die günstigere Lösung ist als Kredit, Verrentung oder normaler Verkauf. Diese Rechnung machen die wenigsten.
Anteil verkaufen, wohnen bleiben
- Anteilsverkauf: Du verkaufst bis zu 50 Prozent an einen Anbieter und erhältst den Betrag sofort.
- Nutzungsrecht: Ein im Grundbuch gesichertes Recht erlaubt dir, die gesamte Immobilie weiter zu nutzen.
- Nutzungsentgelt: Für den verkauften Anteil zahlst du monatlich ein Entgelt – faktisch wie Miete auf dein eigenes früheres Eigentum.
- Späterer Gesamtverkauf: Wird die Immobilie ganz verkauft, behält der Anbieter oft ein Durchführungsentgelt ein.
Rechenbeispiel
Immobilie 500.000 €, Teilverkauf von 50 Prozent = 250.000 € sofort. Bei einem Nutzungsentgelt von rund 5 Prozent auf den verkauften Anteil zahlst du etwa 12.500 € im Jahr – gut 1.000 € im Monat, dauerhaft. Über zehn Jahre sind das 125.000 €, zusätzlich zur weiter von dir getragenen Instandhaltung.
Was oft günstiger ist
- Leibrente / Verrentung: Verkauf gegen lebenslange Rente und Wohnrecht – ein Betrag fällt weg, dafür monatliche Sicherheit.
- Umkehrhypothek: Die Bank zahlt dir Geld gegen die Immobilie, Rückzahlung erst später aus dem Verkaufserlös.
- Verkauf + Miete: Ganz verkaufen und zur Miete wohnen – häufig unterm Strich die höchste Liquidität.
- Klassischer Kredit: Wenn Einkommen und Alter es zulassen, ist ein besicherter Kredit meist die günstigste Liquiditätsquelle.
Entscheidend ist der Gesamtkostenvergleich über deinen Zeithorizont – nicht der schönste Prospekt.
Das Wichtigste in Kürze
- Teilverkauf = bis 50 Prozent verkaufen, wohnen bleiben, Nutzungsentgelt zahlen.
- Drei Kostenblöcke: Nutzungsentgelt, Instandhaltung (weiter bei dir), Durchführungsentgelt.
- Oft teurer als Kredit oder Verrentung – immer gegenrechnen.
- Vor allem für ältere Eigentümer ohne Kreditzugang, die bleiben wollen.
- Vertrag genau prüfen: Wertentwicklung, Instandhaltung, Gesamtverkauf.
Häufige Fragen
Liquidität aus der Immobilie – aber richtig
Teilverkauf, Verrentung, Beleihung oder Verkauf – die beste Lösung hängt von deiner Situation ab. Im persönlichen Gespräch rechnen wir die Varianten ehrlich gegeneinander.
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