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Immobilien-Wissen
Verkauf & Verrentung

Teilverkauf einer Immobilie: Vorteile, Kosten & Alternativen

Kurz gesagt: Beim Teilverkauf machst du einen Teil deiner Immobilie – meist bis 50 Prozent – zu Geld und wohnst weiter darin, zahlst dafür aber ein Nutzungsentgelt. Das klingt bequem, ist aber oft teurer als gedacht. Hier bekommst du die ehrliche Rechnung – inklusive der günstigeren Alternativen.

Als Investor schaue ich bei solchen Modellen zuerst auf die Gesamtkosten über die Jahre. Genau das solltest du auch tun, bevor du unterschreibst.

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Steffen Schlutt
Dein Immobilien-Vermögensarchitekt
Der Blick des Vermögensarchitekten

Bequem ist nicht gleich günstig

„Der Teilverkauf wird als sorgenfreie Lösung beworben: Geld jetzt, wohnen bleiben. Was selten laut gesagt wird: Du zahlst über Jahre ein Nutzungsentgelt, trägst die Instandhaltung weiter und gibst beim späteren Verkauf oft noch ein Durchführungsentgelt ab. Rechne das zu Ende, bevor du unterschreibst.“

Steffen Schlutt · Gelernter Banker & Immobilieninvestor seit 2004

Der Teilverkauf kann in der richtigen Situation passen – aber nur, wenn er die günstigere Lösung ist als Kredit, Verrentung oder normaler Verkauf. Diese Rechnung machen die wenigsten.

So funktioniert es

Anteil verkaufen, wohnen bleiben

  • Anteilsverkauf: Du verkaufst bis zu 50 Prozent an einen Anbieter und erhältst den Betrag sofort.
  • Nutzungsrecht: Ein im Grundbuch gesichertes Recht erlaubt dir, die gesamte Immobilie weiter zu nutzen.
  • Nutzungsentgelt: Für den verkauften Anteil zahlst du monatlich ein Entgelt – faktisch wie Miete auf dein eigenes früheres Eigentum.
  • Späterer Gesamtverkauf: Wird die Immobilie ganz verkauft, behält der Anbieter oft ein Durchführungsentgelt ein.

Rechenbeispiel

Immobilie 500.000 €, Teilverkauf von 50 Prozent = 250.000 € sofort. Bei einem Nutzungsentgelt von rund 5 Prozent auf den verkauften Anteil zahlst du etwa 12.500 € im Jahr – gut 1.000 € im Monat, dauerhaft. Über zehn Jahre sind das 125.000 €, zusätzlich zur weiter von dir getragenen Instandhaltung.

Die ehrlichen Alternativen

Was oft günstiger ist

  • Leibrente / Verrentung: Verkauf gegen lebenslange Rente und Wohnrecht – ein Betrag fällt weg, dafür monatliche Sicherheit.
  • Umkehrhypothek: Die Bank zahlt dir Geld gegen die Immobilie, Rückzahlung erst später aus dem Verkaufserlös.
  • Verkauf + Miete: Ganz verkaufen und zur Miete wohnen – häufig unterm Strich die höchste Liquidität.
  • Klassischer Kredit: Wenn Einkommen und Alter es zulassen, ist ein besicherter Kredit meist die günstigste Liquiditätsquelle.

Entscheidend ist der Gesamtkostenvergleich über deinen Zeithorizont – nicht der schönste Prospekt.

Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Teilverkauf = bis 50 Prozent verkaufen, wohnen bleiben, Nutzungsentgelt zahlen.
  • Drei Kostenblöcke: Nutzungsentgelt, Instandhaltung (weiter bei dir), Durchführungsentgelt.
  • Oft teurer als Kredit oder Verrentung – immer gegenrechnen.
  • Vor allem für ältere Eigentümer ohne Kreditzugang, die bleiben wollen.
  • Vertrag genau prüfen: Wertentwicklung, Instandhaltung, Gesamtverkauf.
FAQ

Häufige Fragen

Strategiegespräch

Liquidität aus der Immobilie – aber richtig

Teilverkauf, Verrentung, Beleihung oder Verkauf – die beste Lösung hängt von deiner Situation ab. Im persönlichen Gespräch rechnen wir die Varianten ehrlich gegeneinander.

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Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Bildung und ist keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung. Teilverkaufs-Modelle und ihre Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter stark. Lass einen konkreten Vertrag vor Abschluss unabhängig prüfen, etwa durch eine Verbraucherzentrale.