Steffen Schlutt — Investments & Insights Immobilien-Rechner

STEINSPARBUCH · Objektprüfung

Lohnt sich die Neubauwohnung zur Vermietung – oder zahlst du drauf?

Viele Neubauten rechnen sich als Kapitalanlage nicht mehr: Die nötige Miete läge fast beim Doppelten der Marktmiete. Dieser Rechner zeigt dir die Lücke – und die eine Stellschraube: den fairen Höchst-Kaufpreis, bei dem es sich doch trägt.

Deine Objektdaten

Beispielwerte (Neubau-Niveau) sind eingetragen — mit deinen Zahlen überschreiben.

€/m²
80 m²
20 %
10 %
3,8 %
2 %
0,8 €/m²
4 %
19,0 €/m²

Nötige Kaltmiete, damit sich die Wohnung rechnet

0 €/m²

nötig bei deinen Zahlen

Break-even-Miete (Cashflow 0)
0 €/m²
Fairer Höchst-Kaufpreis
0 €/m²
Nötige Kaltmiete gesamt0 €
Cashflow bei Marktmiete (vor Steuer)0 €
Dein Kaufpreis ggü. fairem Höchstwert0 %

Modell: Miete deckt Finanzierungsrate (Zins + Tilgung) + laufende Kosten + Ausschüttung aufs Eigenkapital, vor Steuern. Die Tilgung ist enthalten – sie fließt ab, baut aber Vermögen auf. AfA und Wertsteigerung sind hier nicht berücksichtigt.

Der Kaufpreis entscheidet – nicht die Hoffnung

Ob sich eine Kapitalanlage trägt, steht beim Einkauf fest, nicht bei der Vermietung. Als Banker und Investor mit 50+ Einheiten prüfe ich mit dir, bei welchem Kaufpreis dein konkretes Objekt die Rechnung erfüllt – und ob Bestand statt Neubau der klügere Weg ist.

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Skin in the Game statt Theorie · Steffen Schlutt, Lingen

Hintergrund

Warum sich Neubau zur Vermietung selten rechnet

Die reinen Herstellungskosten im Neubau sind in wenigen Jahren massiv gestiegen – in Großstädten um teils rund 70 %. Vor der Zinswende haben niedrige Zinsen diesen Anstieg abgefedert; das ist vorbei. Damit fehlt vielen Neubauten die Grundlage, sich als Kapitalanlage zu tragen: Die nötige Miete läge weit über dem, was der Markt hergibt.

So rechnet der Zielmieten-Rechner

  • Darlehen = Kaufpreis × (1 − Eigenkapital-Quote). Die Kaufnebenkosten werden aus Eigenkapital gedeckt.
  • Jahresrate (Annuität) = Darlehen × (Sollzins + anfängliche Tilgung).
  • Nötige Kaltmiete = Rate/12 + laufende Kosten + (Ziel-% × Eigenkapital)/12 – die Schwelle, ab der sich das Objekt voll trägt.
  • Fairer Höchst-Kaufpreis = der Preis, bei dem die nötige Miete deiner realistischen Marktmiete entspricht.

Der Hebel ist also nicht die Miete, sondern der Kaufpreis. Ob ein Objekt am Ende Vermögen aufbaut, prüfst du zusätzlich mit der Schlutt-Formel V₁₀ ≥ 1,5·E: Der Vermögenszuwachs in zehn Jahren soll mindestens das 1,5-fache deines eingesetzten Eigenkapitals betragen. Den reinen Monats-Überschuss rechnest du im Cashflow-Rechner nach.

Was das für dich heißt

  • Neubau zur Vermietung lohnt sich meist nur mit hohem Eigenkapital, in Top-Lagen mit Mietpotenzial – oder nach einem Preisabschlag.
  • Bestand mit Entwicklungs-Potenzial und korrektem Kaufpreis erfüllt die Rechnung häufiger.
  • Rechne vor dem Kauf, nicht danach: Die Zahl steht beim Einkauf fest.

Häufige Fragen

Häufige Fragen

Warum rechnet sich eine Neubauwohnung zur Vermietung aktuell oft nicht?
Weil die Herstellungs- und Grundstückskosten stark gestiegen sind und die früheren Niedrigzinsen diesen Anstieg nicht mehr ausgleichen. Damit Kreditrate, laufende Kosten und eine Rendite aufs Eigenkapital gedeckt wären, müsste die Kaltmiete bei vielen Neubauten deutlich über der erzielbaren Marktmiete liegen – oft fast beim Doppelten. Der Rechner zeigt dir diese Lücke für dein konkretes Objekt.
Was ist die „nötige Zielmiete“ in diesem Rechner?
Die Kaltmiete je m², bei der die Wohnung die Finanzierungsrate, die laufenden nicht umlagefähigen Kosten und eine gewünschte Ausschüttung aufs Eigenkapital (Standard 4 % vor Steuern) vollständig trägt. Liegt die reale Marktmiete darunter, zahlst du monatlich zu – oder der Kaufpreis ist zu hoch.
Was heißt „fairer Höchst-Kaufpreis“?
Der Kaufpreis je m², bei dem sich die Wohnung mit deiner realistischen Marktmiete und deiner Zielrendite gerade noch trägt. Das ist die eigentliche Stellschraube: Nicht die Miete entscheidet, sondern ob du günstig genug einkaufst. Liegt der aktuelle Preis darüber, rechnet es sich erst nach einem Abschlag.
Zahlt man beim Neubau zur Vermietung immer drauf?
Nein, aber häufiger als im Bestand. Neubau ist zum höchsten Preis bereits „fertig optimiert“ – es gibt kaum Potenzial, Miete oder Wert aktiv zu heben. Bestandsobjekte mit Entwicklungs-Potenzial und einem korrekten Kaufpreis erfüllen die Rechnung eher. Entscheidend bleibt die Gesamtstruktur, nicht die Objektart allein.

Über den Autor

Steffen Schlutt
Steffen Schlutt
Bankkaufmann & Immobilieninvestor seit 2004 · Autor „Das Stein-Spar-Buch“

Steffen investiert seit 2004 in Immobilien und hält einen Bestand von über 50 Einheiten. Über das STEINSPARBUCH-System begleitet er Unternehmer und Gutverdiener zu ihrer ersten Investmentimmobilie – mit klaren Zahlen statt leeren Versprechen.